6. März 2015

Spontan mal einen Haufen Arbeit gespart

Oder: Warum sich sogar Leute, die sich hinter ihrer (vermeintlichen! Nie vergessen ;-) Anonymität
im Internet verstecken, besser immer auf ihre Kinderstube besinnen sollten.
Oder: Warum auf meinem Blog meine Regeln gelten.
Oder: Warum ich nicht springe, wenn andere pfeifen.
Oder, oder, oder....
Sucht Euch eine Überschrift aus *g*

Offiziell befinde ich mich ja immer noch in der Winterpause.
Der Shop ist weiter geschlossen und ich nähe, abgesehen von ein paar klitzekleinen Spezialaufträgen, im Moment nur für uns. Wenn überhaupt.
Hauptsächlich bin ich gerade nämlich damit beschäftigt, die Gartenwohnung zu entrümpeln, die Beete frühlingsfit zu machen und unsere Klamottenberge zu schmälern.
Neben Familie, Haushalt, Sport, einer Steuererklärung, die in diesem Jahr aus unerfindlichen Gründen schon im März statt im September abgegeben werden muss und fiesesten Rückenschmerzen auf der nach oben offenbar völlig offenen Quälix-Skala ist das gerade mehr als tagesfüllend.

Natürlich bin ich aber nicht komplett untätig, was den kreativen Blogcontent betrifft - das geeeeeht ja schließlich
gar nicht ;-) Neben diversen Nähprojekten, die schon mehr oder weniger fertig bebildert in der Blog-Pipeline hängen, hatte ich mir in den letzten Tagen auch mal die Mühe gemacht, die Entstehung eines meiner Grannys für die Häkeldecke 2015 mitzuknipsen, denn es kam wiederholt die Frage nach dem Muster auf :-)
Gar kein so leichtes Unterfangen, denn ich häkele momentan ja vorzugsweise abends auf der Couch und wenn es da eines ganz sicher nicht gibt, dann akzeptables Fotolicht.
Aber gut, wo ein Wille, da ein Weg, nicht wahr?


Und so saß ich am Mittwoch gerade vor einer Reihe wirklich hübscher Bilder, die ich plante, abends auf der Couch, mit Granny und Häkelnadel in der Hand, einigermaßen verständlich zu vertexten, als mich ein Kommentar erreichte, nach dessen Lektüre ich den Laptop zuklappte, stattdessen einen Kuchen backen ging und dachte:
Nö. 
Die Arbeit spar ich mir doch.

Das IST nämlich Arbeit, so ein Tutorial. Nach viel Nachdenkerei sinnvoll fotografieren, Bilder bearbeiten, hochladen, mit Wasserzeichen versehen, in eine logische Reihenfolge bringen und vor allem: einen Text drumherum bauen - und zwar so, dass der geneigte, vielleicht auch ungeübte, Leser problemlos folgen kann.
Das dauert gut und gerne Tage, in Ausnahmefällen auch mal Wochen.
Weil ich zwischendrin durchaus auch mal was anderes zu tun habe.
(Zwei Kinder. Oder Arbeit für Geld. Nur so als Beispiel.)
Fragt mal Julia, wann wir zum ersten Mal über mein Gastblog-Thema gesprochen haben und wann
sie schlussendlich den Beitrag zugemailt bekam *g*

Ich liebe und lebe dieses Blog, es gibt wenig, was mir so viel Freude bereitet, wie meine Werke zu zeigen, Ideen zu teilen und mein Wissen weiterzugeben, auf dass auch andere Freude am kreativen Arbeiten haben oder, fast noch schöner,
vielleicht zum ersten Mal finden.
ABER.
Das ist freiwilliges Content an Euch, keine Verpflichtung.
Viele vergessen das offenbar gerne mal, wahrlich nicht nur hier bei mir, und das meist auch gleich zusammen
mit ihrer guten Kinderstube.

Ich allein entscheide, was ich zeige, wie und vor allem wann.
Dieses Blog ist mein Hobby und sicher das letzte, wovon ich mich stressen lasse.
Hier gelten meine Regeln und die erste Blog-Regel bei mir lautet:
Den Spass an der Sache behalten!
Deshalb kann - und will vor allem - ich es auch in Zukunft nicht leisten, innerhalb von ein paar Tagen eine komplette, fundierte Anleitung aus dem Ärmel zu schütteln.

Und daher bleibt mir nur, der kommentierenden Anonymista mit auf den Weg zu geben, was sogar
meine Kinder schon verinnerlicht haben:
Wenn Du möchtest, dass Dir jemand Arbeit abnimmt, dann sei freundlich und geduldig.
(Oder bezahle denjenigen dafür, aber das ist ja hier nicht das Thema.)
Und wenn Du etwas sofohooooort!!! haben willst, dann musst Du Dich halt selbst bemühen.


Das Internet ist voll von Anleitungen für wunderbare Granny-Squares, die meisten davon kostenlos und einige sogar auf deutsch. Wenn man ein wenig länger sucht, findet man sogar welche, die fast genauso aussehen wie meins.
Ist kein Hexenwerk, einfach mal googeln.
Denn Du hast völlig recht:
Hier kommt dazu ganz sicher nix mehr ;-)

5. März 2015

Was lange währt.... { RUMS }

Oder so.
Diesen Rock habe ich irgendwann im Advent zugeschnitten, an einem faulen, grauen Nachmittag.
Genäht war er dann auch ganz schnell, sogar inklusive Futter.


Es scheiterte lediglich am Saum, denn ich wollte eigentlich am Futter eine breite, dunkelrote Baumwollspitze ansetzen, 
die dann unten rausschauen sollte.
Allein, ich habe keine gefunden, die meiner Vorstellung entsprach, weder in meinen Beständen noch sonst irgendwo *grrr*
Und so lag er dann halt rum, der fast fertige Rock.....


Letzte Woche war mir dann aber ganz fürchterlich nach einer neuen Klamotte, also habe ich stattdessen eine weiße Spitze an den Außenrock gesetzt und etwas gemacht, was meine Oma niemals gutgeheißen hätte: den Futterrock so lang gelassen, dass er beim Laufen unten rausspitzt.
Skandaaaaal ;-)
Statt roter Spitze gab es jetzt halt rote Nähte und einen gestickten Kringel - denn von Anfang an schwebte mir ein Rock vor, der zu meinen heißgeliebten Flohmarktstiefel  passen sollte!


Das Schnittmuster ist Amy von jolijou - das wollte ich schon ganz lange mal probieren, aber es ist gar nicht so einfach, sich auf einen neuen Schnitt einzulassen, wenn man einen hat, der einem so hundertprozentig zusagt, 
wie es hier bei Valeska der Fall ist..
Aber ich muss sagen, das Risiko hat sich gelohnt, Amy und ich sind schon dicke Freunde! :-)
Das liegt sicherlich auch mit an den Taschen. Ohne Taschen geht ja mal gar nicht mehr.
Und ich konnte auch ganz problemlos oben ein Jerseybündchen ansetzen - ein weiterer unverzichtbarer Punkt auf dem Weg zum perfekten Rock.
Und weil dieser Versuch so erfolgreich war, liegt hier schon der nächste experimentelle Rockschnitt bereit - 
jetzt gilt es....

Vorher wandert aber erst mal das Amy-Schätzchen rüber in den großen RUMS-Pool

Ach ja, und ausnahmsweise wohl mal kein Tagebuchbloggen heute für mich.
Ich würde schlicht und ergreifend keine Zeit finden, was aufzuschreiben, fürchte ich......

3. März 2015

Stippvisite am Rhein

Am Wochenende ergab es sich, dass keine dringenden Sachen auf der Agenda standen, die Kinder keine Hausaufgaben hatten, das Haus geputzt und schönes Wetter angesagt war.
Also packten wir kurzentschlossen eine Tasche und verabschiedeten uns in einen sehr spontanen Kurzurlaub :-)


Unser Ziel war Düsseldorf.
Dort waren wir zuletzt vor ...... nicht mehr zählbaren Jahren und die Kinder damit logischerweise noch nie ;-) Wir fuhren auf den Rheinturm, um uns einen Überblick zu verschaffen, spazierten in der Sonne am Rhein entlang, ließen uns durch die Altstadt treiben und an den Schaufenstern der Kö vorbei, gingen mehrmals lecker essen, übernachteten in einem feinen Hotel und besuchten zur Krönung noch sensationelle Oldtimer in wunderbarem Ambiente.
Beinahe hätten wir einen mitgenommen *g*
















Den Heimweg wählten wir über Köln am Rhein entlang, so kamen wir auch noch zu einer spektakulären Fährüberfahrt, so dass das Kleinchen meinte "Na toll - jetzt weiß ich gar nicht, was ich morgen in der Schule als erstes erzählen soll!" ;-)


Schön war es - und wir haben uns fest vorgenommen, dass solche Ausflüge wirklich mal wieder 
öfter drin sein müssen. Jetzt, wo der Frühling kommt.
Kommt er doch, oder?? *drohendguck*

27. Februar 2015

Häkeldecke 2015 - Februar

Monat zwei von zwölf bei meinem Projekt #einedeckefürdieküche ist abgehakt und ich habe mein Monatsziel definitiv erreicht - nämlich, mich auf eine Farbkombination festzulegen ;-)


Das türkisfarbene Garn hat den Löwenanteil zugesprochen bekommen und das eh nur aus der Not heraus ("Ich brauche vier Farben!!") dazugenommene graue ist ganz rausgefallen. Probehalber hatte ich auch noch ein Quadrat in umgekehrter Farbfolge ausprobiert, mit rot außen und dem Gedanken, diese unterschiedlichen Grannys innerhalb der Decke zu mischen - aber das wurde erstens optisch zu unruhig und zweitens ist das rote ein zwar sehr ähnliches, aber doch anderes Garn, was zur Folge hatte, dass die Quadrate insgesamt etwas größer ausfielen.
Wegen Inkompatibilität gestrichen, quasi ;-)


Noch viel toller ist allerdings, dass ich völlig unerwartet den Januar schon komplett aufgeholt habe!
Ich hatte mich ja erst kurz vor knapp zur Teilnahme entschieden und die letzten beiden Januartage reichten dann nicht mehr so ganz für den ersten Granny-Stapel *g*
Aber jetzt!
Diese dreißig habe ich gestern abend mal ausgelegt und denke, eine Größe von 15x12 Grannys wird gut - und fünfzehn pro Monat sind auch locker machbar, ohne dass es in Stress ausartet....


Jetzt, da die Entscheidung gefallen ist, werde ich im März auch mal versuchen, zwischendurch immer mal wieder ein paar Quadrate zusammenzuhäkeln, so dass ich das nicht am Ende en bloc machen muss *grusel* 

Die Zwischenstände der anderen Teilnehmerinnen bei der Häkeldecke 2015 findet Ihr hier bei Bella
da sind soooo schöne Exemplare dabei ♥

25. Februar 2015

Stöffchen wechsle Dich.....

Eigentlich hatte sich die Große im Stoffladen diesen Blumen-Jersey für ein Fledermausshirt ausgesucht.
Als Julia dann allerdings neulich mit einem neuen Schnitt um die Ecke kam, musste ich mal spontan umdisponieren -
und jetzt gaaaaaanz schnell Nachschub besorgen *hüstel*


Aber ich fand die Streublumen einfach so passend für den durch die Kellerfalte am Ausschnitt 
etwas verspielten Fall der Tunika.
Das Kleinchen war auch gleich sehr einverstanden mit diesem Vorschlag ;-)


Der Schnitt hat verschiedene Ärmellösungen - gepufft oder gerade, lang oder kurz.
Da es hier bedauerlicherweise immer noch sehr winterlich ist, habe ich kurzerhand beides kombiniert und unter die kurzen, gerüschten noch die langen, geraden Ärmel in die Armkugel genäht und nach unten hin ein wenig verschmälert, 
damit es unter dem Bündchen des kurzen Ärmels nicht knubbelt.
Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und das Kleinchen eh - ist das doch mal wieder ein richtiges
 Über-die-Hose-Kleid geworden ;-)


Die Jersey Tunika lillesol basics #41 gibt es ab heute hier bei Julia im Shop -
und unter der #42 findet Ihr auch noch den dazugehörigen Schnitt für Webware.

Vielen Dank dass ich Probenähen durfte ♥

24. Februar 2015

Kindersüßkram selbst gemacht

So, hier jetzt - für Zora und alle anderen, die in den letzten Tagen schon
auf instagram gefragt haben ;-)

Viele Schokoriegel haben wir in letzter Zeit schon selbst gemacht, von Mar.s über Snicker.s oder Twi.x gibt es eigentlich alle populären Naschereien auch als Handmade-Rezepte und die meisten schmecken oft erstaunlich echt - und immer jedenfalls oberlecker ;-)

Der Vorteil für uns ist dabei ganz klar, neben der Verpackungsthematik, dass ich Dinkel- statt Weizenmehl nehmen sowie die Zuckermenge selbst bestimmen kann, dass keine überflüssigen Zusatzstoffe enthalten sind und - eigentlich am allerwichtigsten - dass die Sachen am Ende laktosefrei sind, weil ich die Zutaten entsprechend anpassen kann....
Und so versuchten wir uns letzte Woche mal an Milch.schnitten - die wir seither tatsächlich schon
 dreimal gebacken haben *g*


Das Rezept ist schon seit einer ganze Weile ein echter Schlager bei meinen Mädels aus der anderen Ecke des Internets - ursprünglich für eine dieser Alleskönner-Küchenmaschinen konzipiert, habe ich es ein wenig abgewandelt, weil wir den Geschmack so noch lieber mögen.

Für den Teig 3 Eier, 80 Gram Zucker und 2 TL Vanillezucker schaumig schlagen, bis sich der Zucker komplett gelöst hat und die Masse ganz hell ist. 70 Gramm Mehl, ein Päckchen Schokopuddingpulver und einen gehäuften TL Backpulver vermischen und unter die Eiermasse heben.
Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen und zehn Minuten bei 200 Grad (Ober-/Unterhitze) backen.
Komplett auskühlen lassen und dann einmal mittig teilen.


Für die Creme einen Becher Sahne (200 gr) mit einem Päckchen Sahnesteif und 2 EL Vanillezucker steif schagen. 
Je 100 Gramm Frischkäse und Mascarpone (alternativ geht auch nur Frischkäse) mit je 1 EL Honig und 1 EL Zitronensaft 
verrühren und die Sahne unterheben.
(Der Geschmack des Honigs ist sehr aussschlaggebend für das Endergebnis, es sollte also schon ein Honig sein, den 
Ihr auch pur lecker findet ;-)


Die Creme auf eine Hälfte des Schokobodens streichen und mit der zweiten Hälfte abdecken - die Unterseite sollte dabei nach oben schauen, weil sie poriger ist.
Im Kühlschrank abgedeckt fest werden lassen - idealerweise über Nacht, erst dann hat es die typische Konsistenz, lecker ist es auch vorher schon - und dann in Riegel oder Würfel schneiden.

Guten Appetit :-)

22. Februar 2015

Zwölf ♥

Ach wie wunderbar, zwölf ist sie jetzt schon, die Große ♥


Gerade genieße ich es sehr, dass sie schon so groß ist.
Ihr Humor und ihre Ironie wachsen so stetig wie sie selbst, es ist toll, sich mit ihr zu unterhalten - sie teilt mit uns das Interesse für Politik und Geschichte, ist sehr wissbegierig und erweitert dafür im Gegenzug auf dem Gebiet von Beauty und Jugendliteratur unseren Horizont enorm *g* Ihr oft erstaunlich knochentrockener Blick auf die Welt im Kleinen wie im Großen macht einfach Spass.
Dazu kommt, dass wir gerade eine sehr harmonische, teenieanfallfreie Zeit erleben dürfen (das kennen wir durchaus auch anders hier ;-) und ich glaube, das genießen wir alle.....


An einem Sonntag Geburtstag zu haben, ist natürlich nochmal ganz besonders toll - keine Ahnung, wann wir zuletzt
 mal im Hellen Geschenke ausgepackt haben.
Nachmittags besuchen uns traditionell immer Familie, Nachbarn und liebe Freunde, deswegen hatten wir 
gestern eine kleine, etwas obsessive Backsession.
Neben dem fast schon obligatorischen Schneewittchenkuchen (von meinen Kindern beharrlich Rotkäppchentorte 
genannt *g*), auf den gerade noch so alle Kerzen passten....


... gab es auch noch fette Cookies mit Erdnuss-M&Ms statt Schokolade, einen Maulwurfkuchen mit
Ach ja, und selbstgemachte Milchschnitten, die es irgendwie nicht aufs Bild geschafft haben.


Ist ja nicht so, als wäre ich die einzige im Haus, 
die alles fotografisch dokumentieren müsste!
Der Nachwuchs schläft nicht und manchmal entdecke ich schon quasi identische Fotos bei instagram....


Schön war es - und jetzt kümmert es auch niemanden mehr, wenn in den nächsten Tagen wieder schlechtes Wetter eintrudeln soll, denn auf dem Geschenketisch stapelten sich diverse neue Bücher.
Morgen nachmittag werden wir also bei einem ausgedehnten Lesestündchen die Kuchenreste auf der Couch vernichten und es uns noch ein bißchen gutgehen lassen.
So ein Geburtstag ist schließlich immer viel zu schnell vorbei ;-)