21. Juni 2017

Toffifee-Muffins

Schokoladige Leckereien sind bei diesen Temperaturen ja jetzt nicht zwingend das Nonplusultra,
aber so als kleiner Bissen zwischendurch gehen sie dann doch -
zur Not halt aus dem Kühlschrank ;-)
Und nach dem ganzen Chaos der letzten Wochen war mir wirklich mal wieder nach einer entspannten Back-Session - herausgekommen sind diese winzig kleinen Toffifee-Bites, die nicht nur bei 35 Grad im Schatten
auf der Zunge zergehen *g*


Mögt Ihr auch?

100 Gramm Zartbitter-Schokolade zusammen mit 80 Gramm Margarine schmelzen (ich mache das 
immer ganz liederlich im Töpfchen auf dem Herd, ganz ohne Wasserbad und so, man muss dann halt 
nur ordentlich rühren und sich keinesfalls wegbewegen).
Zwei Eier mit 100 Gramm braunem Zucker und einer Prise Salz ordentlich aufschlagen,
 bis die Masse schön fluffig ist. 
150 Gramm Mehl mit 1/2 TL Backpulver und 1 EL Kakaopulver vermischen und zusammen mit 
50 ml Milch unter die Eiermasse rühren, danach die flüssige Schokolade dazugeben und vermischen, 
bis eine homogene Masse entstanden ist.

Den Teig mit zwei kleinen Löffeln oder einer Spritztülle in Mini-Muffinförmchen füllen und 
im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad (Heißluft) etwa zehn Minuten lang backen (Stäbchenprobe ganz
 knapp gar). Herausnehmen und in die Mitte jedes Muffins rasch ein Toffi-Bonbon drücken. 
Aus der Form nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
Reinbeißen, genießen!

Guten Appetit 

16. Juni 2017

Freitags-Favoriten XI

Jede Woche finde ich beim Stöbern im Internet interessante Dinge - was mich im Laufe der Woche
 beschäftigt, geärgert oder begeistert hat, will ich freitags mit Euch teilen und es gleichzeitig für mich bewahren.
Thematisch gibt es keinen roten Faden und die Links dürfen auch durchaus mal ein wenig abgelagert sein. 

Meine Freitags-Favoriten - heute unter anderem über blöden Schulsport, Plastikvermeidung
und selbstgemachte Citronella-Kerzen.


Absolut, dreizehn lange Schuljahre habe ich nur abgrundtiefen Hass empfunden.
Der Artikel könnte von mir sein. Absoluter Tiefpunkt meiner Schul"sport"-Karriere: als ich mir im 6. Schuljahr am Reck beide Arme brach. Mitten im Winter. Grauenhaft. Immerhin musste ich danach nie wieder an irgendein Gerät, 
das auch nur im entferntesten Balken hatte.
Erst meine Kinder haben mich gelehrt, dass es auch anders geht (aber die sind ja auch sehr gut in Sport - 
da fällt das Ding mit dem Spasshaben doch deutlich leichter.)
Bei mir hat es ziemlich genau 20 lange Jahre gedauert, bis ich mich überhaupt mal wieder an sportliche Betätigungen herangewagt habe.... Erfolgreich im Übrigen, aber die Begeisterung geht mir bis heute komplett ab. 
Danke, Schulsport.

Wisst Ihr noch, wo Deutschland geteilt war?
Die MoPo macht den Test und nimmt uns mit auf eine kleine Einheitsreise.

Nur falls sich noch einer fragt, warum es Sinn macht, Plastik zu vermeiden.
Auch in einem Hochrecycling-Land wie Deutschland.
Und auch und besonders in Kosmetika. Brrrr.

Wie gut, dass man da zum Beispiel Citronella-Kerzen einfach selbst machen kann.
Denn Mücken können echt eine fürchterliche Plage sein....

Mein Bundesland ist reich an archäologischen Schätzen - buchstäblich, denn nirgendwo sind noch so
 viele unter der Erde vergraben wie hier in Rheinland-Pfalz.
Wie gut, dass wir uns alle vier gerne auf die Reise in die Vergangenheit machen.

Euch allen ein wunderbares Wochenende!

15. Juni 2017

Klavierhocker im Wandel der Jahreszeiten { RUMS }

Als es neulich plötzlich so warm wurde, hatte ich das plötzliche Bedürfnis, die Farbharmonie
 in unserem Wohnzimmer radikal zu ändern. Heller. Und kühler.
Sommerlich halt.

Da die beherrschenden Grundfarben genau aus diesem Grund ja weiß und grau sind, ist das gar kein Problem: andere Kissenbezüge und andere Decke (unser Fundus diesbezüglich ist recht groß - mit Schuhen kann man mich ja nicht locken, aber Kissen und Decken gehen immer ;-) Dazu ein bißchen farblich passende Deko und fertig ist das umgefärbte Wohnzimmer.


Neben ein paar neuen Kissenbezügen (zeige ich Euch auch noch) habe ich vor allem den Klavierhocker neu behäkelt. Das ist ein alter Industriehocker, schön zum Drehen, aber die Holzoberfläche ist ein wenig spröde, deswegen macht sich ein Bezug als Puffer zwischen Sitzfläche und Po der Großen immer ganz gut *g* Statt dem bisherigen Puderrosa gab es jetzt maritime Töne, kombiniert mit dem obligatorischen Grau.


Gehäkelt habe ich wie schon beim Wackelkissen (das übrigens immer noch kein bisschen ribbelig ist,
 die Wolle eignet sich wirklich gut auch für rustikale Projekte!) mit MyBoshi No.1.
Der Stern in der Mitte ist einem beiebigen Häkeldeckchenmuster entnommen, die Bögen rundherum habe ich mit Luftmaschen improvisiert und dann einfach wieder einen Kreis aus Stäbchen gehäkelt. Ab erreichen der Sitzflächengröße ohne Zunahme und danach nochmal zwei Reihen mit regelmäßigen Abnahmen - so bildet sich eine schöne, abgerundete Kante, wodurch der Bezug auch ohne eingezogenes Gummi schön fest sitzt.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden - weniger allerdings damit, dass sich mir seither so gar kein neues Häkelprojekt aufdrängt. Dabei hätte ich solche Lust! Vielleicht sticke ich als Übersprungshandlung erst mal was. Ich war früher ein echter Handstick-Addict, ich konnte wirklich jeden noch so komplizierten Stich! Eventuell ist es an der Zeit, mal zu schauen, was davon noch übrig ist ;-)

Vorher darf der schnieke Sitzbezug aber noch schnell rüber in den großen RUMS-Pool!
Euch allen einen sonnigen Tag, auch wenn Ihr vielleicht nicht die Segnungen des Feiertags
genießen dürft, so wie wir.....

12. Juni 2017

12 von 12 { Jun 2017 }

Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - so funktioniert 12 von 12
Und wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, seht Ihr wie immer
  hier bei Caro in der Liste :-)


Erste Tat an Sommertagen: früh aufstehen und alle Fenster und Türen aufreißen.
Und dann mit einer Tasse Kaffee auf den Balkon oder die Küchencouch - ich liebe das! 


Mann und Große sind aus dem Haus, das Kleinchen schläft noch (da hat sie immer noch ein ausgeprägtes Nachholbedürfnis, Schlafen wird im Krankenhaus irgendwie nicht so großgeschrieben) und ich arbeite mal eine Runde. 
Zeit wird's....


Wir haben schon den Zwölften - eventuell wäre es also mal an der Zeit, das Mai-Kalenderblatt am Kühlschrank auszutauschen *hüstel* Langsam kommt wieder System in den Haushalt....


Während das endlich erwachte Kleinchen frühstückt, fahre ich mal rasch in die Schule und 
organisiere ihr ein bisschen neues Arbeitsmaterial. Soll ja nicht langweilig werden hier und fit genug für Mathe 
ist sie inzwischen allemal ;-)


Derart mit Arbeit ausgestattet, kann ich die Missi guten Gewissens am Küchentisch zurücklassen, um mal eben in Luxemburg mein Auto zu tanken - und zu waschen! Vor lauter Mücken hat man kaum noch rausschauen können.


Wieder zuhause gibt es erst mal eine Inhalationsrunde für das müdegerechnete Kleinchen.
Die Antibiotika werden wir wohl heute endgültig los, 
aber das Inhalieren wird uns in Zukunft eher dauerhaft begleiten, glaube ich.


Gegen Mittag fahren wir über mal wieder über die sieben Berge zum Kinderarzt, die (hoffentlich!)
 letzte Verlaufskontrolle steht an. Das Wetter ist sensationell, aber ganz schön windig.
Eigentlich wollten wir mittags mal eine große Runde spazieren, aber so suchen wir uns vielleicht 
doch besser noch eine Alternativbeschäftigung. Das Kleinchen hat schon eine Idee....


Vor der Praxis, entspanntes Warten im Auto. Weil ich schon seit Jahren freiwillig kein 
Kinderwartezimmer mehr betre...... äh. An diesem Punkt fällt mir auf, wie sehr diese Bilder denen 
des letzten Monats ähneln. Hmpf. Brauch ich dann bitte kein drittes Mal.
Immerhin: der Kinderarzt entbindet das Kleinchen von den lästigen Antibiotika, aber inhalieren und 
langsam machen soll sie weiter. Nun denn. Noch zwei Tage Schule ohne sie, dann ist langes 
Wochenende und danach dann wieder business as usual. Bitte, bitte.


Wieder zuhause gibt es schnellen Toast Hawaii für alle und danach eine Mittagspause in der Sonne für mich. 
Die Kinder bevorzugen heute ihre abgedunkelten Höhlen Zimmer.
Das Balkon-Hochbeet wuchert vor sich hin, Erdbeeren, Salat und Gurken gibt es gerade reichlich :-)


Das Kleinchen möchte wenigstens schon mal die gefühlt vor Wochen gekauften Möbel aufbauen, wo
 ich schon das Renovieren bis zu den Sommerferien verschoben habe.
Nachdem wir den bleischweren, hundert Jahre alten Bullerbü-Schrank zu dritt an seinen neuen Platz 
geschoben haben, ist zumindest klar, dass wir das Streichen der Wände in jedem Fall ganz oben auf 
die Agenda setzen müssen *ggg* Die blaue Farbe ist noch aus den Kindergartentagen der Großen.


Nachdem das alte Bücherregal davorsteht, fällt es aber gar nicht mehr soooo auf ;-)
Aber so ein bißchen Baustellenfeeling für zwei/drei Wochen schadet ja auch mal nicht.
Immerhin geht es überhaupt voran.


Bis zum Abend habe ich auch die drei Schubladenelemente für den Schreibtisch zusammengeschraubt und ein riesiges Palettenbett gebaut, während das Kleinchen mal ordentlich ausgemistet (und wein bisschen gerechnet) hat. Jetzt fehlen wirklich nur noch Farbe an den Wänden ("Licht der Gletscher"!) und, ganz dicker Punkt auf dem Zettel:
die Renovierung des riesigen Schrankes *örks*
Deswegen werde ich meinen Abend jetzt auch damit verbringen, nach einem ordentlichen Schwingschleifer zu suchen....

9. Juni 2017

Freitags-Favoriten X

Jede Woche finde ich beim Stöbern im Internet interessante Dinge - was mich im Laufe der Woche
 beschäftigt, geärgert oder begeistert hat, will ich freitags mit Euch teilen und es gleichzeitig für mich bewahren.
Thematisch gibt es keinen roten Faden und die Links dürfen auch durchaus mal ein wenig abgelagert sein. 

Meine Freitags-Favoriten - heute unter anderem über real existierenden Klimawandel, Burkinis,
Hunde in der New Yorker U-Bahn und das perfekte Chili-Rezept.


Gerade tobt ein veritabler Gewittersturm, aber eine neue Studie belegt, was wir hier subjektiv schon seit zwei/drei Jahren wahrnehmen: unsere Region ist ein Dürre-Gebiet.
Es regnet viel weniger als früher, auch und besonders in unserem kleinen Tal - wir sehen den Regen ganz oft rechts oder links vorbeiziehen und bei uns fällt kein Tropfen. Und wenn es dann mal regnet, dann oft gleich so sturzbachartig, dass es einfach über die Oberfläche abfließt (oder Keller unter Wasser setzt). Unsere Regenfässer waren schon im April leer und haben sich seither nicht mehr wirklich gefüllt. Das ist beunruhigend, aber hey - der Klimawandel ist ja bloß Fake News *augenroll*

Sprachnachrichten nerven, findet das Nuf.
Ja. Ja, ja, ja, HIMMELHERRGOTT! *g*
Ich höre mir die auch nur in begründeten Ausnahmefällen an und siehe da - meine Große kann inzwischen wieder schriftlich kommunizieren. Sogar mit Satzzeichen sowie Groß- und Kleinschreibung.
Also bitte ;-)

Ein schöner Vergleich.
Überhaupt lese ich ihr Multikulti-Blog sehr gerne.

ja eher immer umgekehrt ;-)

Die New Yorker Verkehrsbetriebe haben Hunde aus der U-Bahn verbannt - es sei denn, sie stecken in einer Tasche. Challenge accepted, sagt sich da der New Yorker ;-)

Maggies Kleid - der Suchaufruf des Vaters einer autistischen Tochter via Twitter ging diese Woche viral.
Gute Werbung für Ernstings, aber die haben sie sich mit der Aktion auch verdient.

Der Stand meiner Erkältung und die Aufregung der letzten Tage schreit geradezu nach Soulfood, deswegen
 gibt es heute abend für uns einen großen Topf Chili con Carne.
Es gibt ja ungefähr so viele Chili-Rezepte wie ausreichend große Töpfe auf der Welt, aber für uns ist dieses hier das Beste!

Euch allen ein wunderbares, sonniges Wochenende ♥

8. Juni 2017

Schafskälte

Draußen ist es kalt, windig und grau.
Regnerisch, warm, sonnig, bewölkt, düster, stürmisch, aprilig. Couchwetter.
Außerdem bin ich krank - verrotzt bis unter die Kragenkante, schlapp, Kopf dick, Ohren zu, bäh.
Egal.
Wir sind zuhause, endlich. Alle wieder zusammen.
Dass hier Berge an unerledigter Arbeit warten, näharbeits- wie putztechnisch, die gerade nicht kleiner werden, 
der Brummschädel nervt und ich dringend mal drei bis vier Tage am Stück schlafen wollen würde - was soll's.... 
Zuhause. So schön ♥


Die vergangene Woche hat das Kleinchen im Krankenhaus verbracht - eine Lungenentzündung mal wieder, was sonst. Und diesmal haben sie uns natürlich nicht mehr gehen lassen, sondern das Kind einmal komplett auf links gedreht: Herz, Lunge, Tuberkulose, Mukoviszidose, "raumgreifende Veränderungen" - nichts wurde ausgeschlossen, alles wurde untersucht und überflüssigerweise haben die Ärzte auch sorgfältig alle Vermutungen kommuniziert, so dass ich wirklich eine ausgesprochen angstvolle Woche durchzustehen hatte.
Zusätzlich zu der Tatsache, dass ich das Schneckchen jeden Abend alleine lassen musste, was sie deutlich entspannter wegsteckte als ich. Der Mann und die Große lösten mich zwischendrin immer mal wieder ab und hielten den Haushalt am Laufen, aber irgendwie waren wir alle nur so halb anwesend.
Im Krankenhaus war es heiß (Sommer) und zugig (der klitzekleine Balkonspalt, der den Kinderzimmern zugestanden wurde, stand natürlich immer auf), in Verbindung mit einer Woche schlechtem Schlaf, immer nur rudimentärem Schrottessen und etwa tausend vorgelesenen Buchseiten ist das wohl auch der Grund für meine phänomenale Erkältung jetzt.
Die Schwestern und die Ärzte waren (bis auf die völlig überflüssige Mitteilsamkeit ;-) unglaublich nett, zugewandt und hilfsbereit und vielleicht habe ich in diesen Tagen ein klitzekleines bißchen meine ausgeprägte Krankenhausphobie überwunden.Trotzdem haben wir die Stunden gezählt und eventuell hat das Kleinchen zum Schluss sehr kalkuliert auf die Tränendrüse gedrückt, um nicht noch eine weitere Nacht bleiben zu müssen.

Nun schonen wir sie halt zuhause weiter, verabreichen verschiedene Antibiotika und anderes Zeug, inhalieren fleißig und arbeiten ein wenig für die Schule. Allzu viel ist allerdings nicht liegengeblieben - die Ferien nahen, und im Krankenhaus kam jeden Tag eine Lehrerin zu ihr, völlig gnadenlos gleich am ersten Tag, als das Kleinchen noch an Tropf und Überwachung und überhaupt ziemlich in den Seilen hing. Hat ihr aber Spass gemacht ;-)
Zum Glück ist auch die nächste Woche wieder eine ganz, ganz kurze, so dass wir ihr noch weiter ein wenig Ruhe gönnen können. Und uns auch.

Rausgekommen ist bei dem ganzen Untersuchungsmarathon übrigens genau nichts - nur ganz eventuell hat sie vielleicht eine kleine Narbe von der ersten Pneumonie in der Lunge *dreikreuzemach*
Dafür bin ich unfassbar dankbar - auch wenn ich jetzt wirklich mit bangem Blick auf die nächsten Wochen schaue, 
Sommer hin oder her....

Tja, das ist also der Grund, warum meine kleine Himmelfahrts-Blogpause doch deutlich länger ausfiel als normal. 
Ein bisschen Langeweile und Normalität, das wäre jetzt schön....

24. Mai 2017

Einen hab ich noch....

Einen Blogpost zur Erstkommunion nämlich ;-)


Da kam ich eben wieder drauf, als ich endlich die letzte Deko mal verräumt habe.
Unter anderem schweren Herzens auch diesen Kranz, der jetzt für vier Wochen unsere Haustür zierte. 
Wobei - der weiße Kranz hängt dort eigentlich ganzjährig und wird jahreszeitenentsprechend unterschiedlich geschmückt.
Für die Kommunion habe ich einfach noch zusätzlich einen etwas kleineren Kranz aus Buchs gebunden und 
in dem äußeren Kranz befestigt. 


Der einzige Schmuck außer einer breiten Baumwollspitze ist ein Kommunionkind-Klemmerle von susalabim,
die dem Kleinchen damit einen wahnsinnig großen Wunsch erfüllt hat (wir haben meistens irgendein Klemmerle aus
unser gar nicht mal so kleinen Sammlung im Kranz sitzen, aber mit einem Kommunionkind konnte ich
 nun wirklich nicht dienen ;-) Tausend Dank noch mal, liebe Susa, das war so eine Freude -
und ich habe auch schon eine Idee, wie ich mich ein wenig revanchieren kann 

So, und damit verabschiede ich mich mal in eine klitzekleine Blogpause.
Draußen ist Traumwetter und ein langes Wochenende steht vor der Tür,
das ausgiebig genutzt werden will.
Macht es Euch nett!

19. Mai 2017

Freitags-Favoriten IX

Jede Woche finde ich beim Stöbern im Internet interessante Dinge - was mich im Laufe der Woche
 beschäftigt, geärgert oder begeistert hat, will ich freitags mit Euch teilen und es gleichzeitig für mich bewahren.
Thematisch gibt es keinen roten Faden und die Links dürfen auch durchaus mal ein wenig abgelagert sein. 

Meine Freitags-Favoriten - heute unter anderem über die schlimmste Klasse der Schule, individuelle Grenzverläufe
und marokkanische Pfannkuchen.


"Ihr seid die schlimmste Klasse der Schule!"
Schon mal gehört? Bestimmt, denn auch meiner Erfahrung nach war schon mal jede/r in dieser Klasse. Das hier dokumentierte Gespräch hat neulich bei uns genau _so_ stattgefunden - zwischen mir, meiner empörten Drittklässlerin und der inzwischen mit fast allen Schul-Wassern gewaschenen Demnächst-Neuntklässlerin ;-)

Bei der Vorbereitung der obligatorischen Frühjahrs-Holland-Tour drüber gestolpert und dann weiter- und immer weitergelesen - über Baarle-Hertog, eine, ja was? niederländische? belgische? Gemeinde im Grenzgebiet beider Länder, durch die unzählige Grenzen verlaufen. Allein der Anblick in Maps ist sensationell ;-)

Schlecky Silberstein über die Piraterie von Bibi und Co, der ich mich vollumfänglich anschließe.
Die Große findet die Genannte zwar endblöd ("Die filmt sich doch nur noch den ganzen Tag dabei, wie sie das Geld verprasst, das sie durch ihre Klicks einnimmt, das ist total krank.") - aber ich sehe nicht wirklich, dass es die übrigen YouTuber irgendwie anders machen. Nur vielleicht weniger erfolgreich. Wobei das relativ ist. Das ist echt ein ganz böses Kinder-Abzocke-Business und zum Glück glaube ich an Karma, sonst könnte man daran verzweifeln ;-)

Am Sonntag war Muttertag - und ein 14jähriger aus Bayern hat sich auf ganz besonders bewegende Weise bei 
seiner Mama bedankt. Love it!

Auf meiner Nachbackliste diese Woche, ganz dringend:
Baghrir, marokkanische Pfannkuchen. Nicht nur im Wohnmobil.

Nachdem es in den letzten Tagen sonnig und heiß war, regnet es heute schon durchgehend seit dem Aufstehen -
 ich glaube, zum ersten Mal in diesem Jahr so richtiger Regen.
Die Gelegenheit für das Kleinchen, mal wieder ein Haus für die revoluzzzionären Matchboxpeople zu basteln :-)

Ich wünsche Euch allen ein wunderbares Wochenende 

18. Mai 2017

Schnell, schneller, Tube-Top { RUMS }

So schnell, wie dieses Top genäht ist, so schnell muss heute auch der Blogpost gehen -
denn der Garten ruft ;-)

Als es anfangs der Woche plötzlich so unfassbar warm wurde, verzog ich mich
rasch in die Kleine Werkstatt, um mal endlich umzusetzen, was ich schon seit vermutlich zwei Sommern
auf dem Zettel hatte: ein Tube-Top nach dem Tutorial von FrauLiebstes.
Blitzschnell genäht, gut sitzend und hölle praktisch.


Nicht, dass ich sowas im Alltag auf der Straße tragen würde, aber um bei der Gartenarbeit ein bißchen Bräune einzufangen, ist es einfach perfekt - und dafür habe ich die letzten Tage auch ausgiebig genutzt :-))

Und jetzt schnell rüber in den großen RUMS-Pool damit!
Denn auf mich warten jetzt noch ein paar Gemüsepflanzen, die dringend eingesetzt werden müssen,
wo es doch heute ein wenig kühler und bewölkt werden soll.....

16. Mai 2017

Streifen gehen immer!

Ist doch so, oder? :-)
Streifen sind zeitlos, klassisch und passen zu so ziemlich jedem anderen Muster.


Deswegen war auch ziemlich schnell klar, dass ich eine gestreifte Babydecke stricken wollte.
Da die vom Endmaß ja auch nicht sooo riesig ist, sprach wenig dagegen, sie so am Stück zu stricken.
Ansonsten bevorzuge ich ja eher das Häkeln von Decken in handlichen Quadraten ;-)


Nun aber eben mal am Stück - es war auch tiefster Winter, als ich damit anfing und das Baby wurde für April erwartet.
Es war also abzusehen, dass ich nicht noch im Hochsommer mit einer halbfertigen, wärmenden
Decke auf den Knien dasitzen würde ;-)
Kalkulierbares Risiko sozusagen.


Gestrickt habe ich glatt rechts, jeweils immer zwei Reihen in einer Farbe.
Den jeweils anderen Faden habe ich seitlich einfach immer mit hochgenommen, durch den kurzen Abstand ging das ganz gut. Was mich aber echt nervte, war die Tatsache, dass sich der Rand leicht einrollte, obwohl ich wie gewohnt einen Knötchenrand strickte, um genau das zu vermeiden *hmpf*
Aber bei glatt rechts reicht das wohl nicht aus. Learning by doing ;-)


Die Anleitung ist ein Freebie von Maschenfein Berlin, die Wolle eine ganz leichte Baumwoll-Kaschmir-Mischung:
  Sole von Pascuali, mit einer 4er Rundnadel gestrickt.
Insgesamt habe ich von Januar bis April daran gesessen, allerdings auch immer noch mit diversen
 Nebenbei-Beschäftigungen ;-)


Um das seitliche Einrollen in den Griff zu bekommen, habe ich die Decke am Ende noch mit einer Runde fester Maschen umhäkelt, das hat zum Glück gut funktioniert und gibt einen wunderschönen Abschluss. Tatsächlich werde ich dann aber nochmal einen weitere Decke in Angriff nehmen (die nächsten Babys und so, Ihr kennt das inzwischen.....) und dann versuchen, das Einrollen direkt in den Griff zu bekommen. Klar, es ist durchaus rechtstricktypisch, aber da windet sich mein innerer Monk schon ganz gewaltig, bei dem Anblick, auch wenn alles gut geworden ist *g*
Glattpatent habe ich schon gefunden, das scheint mir eine gute Lösung für den Anschlag zu sein
und dann versuche ich es vielleicht mal mit einem Kettrand....
Es bleibt spannend!

12. Mai 2017

12 von 12 { Mai 2017 }

Am 12. des Monats macht man zwölf aussagekräftige Bilder von seinem Tag - so funktioniert 12 von 12
Und wer dieses Spielchen allmonatlich gerne mitmacht, seht Ihr wie immer
  hier bei Caro in der Liste :-)


Start am Morgen: Lieblingspausenbrot für die Große schmieren. 
Da ich im Moment ja morgens nur eins machen muss, habe ich Zeit für solche Scherze ;-)


 Danach gibt es erst mal Frühstück für mich.
Großer Kaffee und die Zeitung dazu und der Tag ist mein Freund.
Jeden Morgen wieder....


Eine Stunde später gibt es auch Frühstück auf Bestellung für das inzwischen erwachte Kleinchen,
dem es heute zum ersten Mal deutlich besser geht.
Zwischendurch sogar fieberfrei, hurra!


Während sie frühstückt und noch eine ganze Weile länger leiste ich ihr dann Gesellschaft in ihrem Bett und lese ihr vor. Schon seit ein paar Wochen ist sie auf einem ganz irren "Bille und Zottel"-Trip - kennt Ihr die Bücher noch? 
Die habe ich als Kind geliebt und hatte alle 21 Bände.
Ich weiß gar nicht, ob es die heute noch gibt, aber ich hatte sie hier im Regal stehen und als das Kleinchen die entdeckte, war es sofort um sie geschehen...
Inzwischen sind wir (ich lese das nämlich zwischendrin wirklich gerne vor, ist immer noch schön ;-) 
bei Band 18 - das Ende ist absehbar....


Später liest die Missi selbst noch ein wenig weiter, während ich das Hochbeet auf dem Balkon wässere. Das erste Gemüse ist frisch rausgesetzt und hat gerade perfekte Bedingungen: warm und wolkig, so fällt die Umstellung gegenüber dem Frühbeet hinter dem Wohnzimmerfenster recht leicht.


Danach koche ich schnell noch ein paar Gläser Rote Bete ein, weil ich diese Woche in der Biokiste ein paar ganz tolle Exemplare vorfand. Zum ersten Mal habe ich sie gleich gewürfelt, weil ich sowieso meistens
  Clarettis Matschepfützen-Salat daraus mache. Und so passt auch mehr ins Glas.
Das Rezept fürs Einkochen habe ich von hier.


Egal was später hier hin kommt, es wird in jedem Fall hässlicher werden...
Gegen Mittag drehe ich ein schnelles Einkaufsründchen und bringe dem Kleinchen und mir gleich was zu essen mit. Eigentlich hätte sie heute schulfrei gehabt (also auch ohne Krankenschein) und der ursprüngliche Plan sah vor, morgens mit ihr zusammen zu Ikea zu fahren, um ihr einen neuen Schreibtisch und ein Bett zu kaufen. Die Große wollte die Gelegenheit nutzen, sich endlich mal wieder Mittagessen zu kochen - das darf sie nun trotzdem.


Auf dem Rückweg fahre ich noch am Gymnasium vorbei und hole die Große ab, die spontan darum gebeten hatte. Und weitere Mädchen, so viele, wie ins Auto passen. Freitag nachmittags ist hier im Dorf Jugendgruppe, 
wo die Freundinnen seit einer Weile zusammen hingehen.
Heute schon zwei Stunden früher als normal, weil der Termin vorgezogen wurde und sie vorher noch einkaufen müssen. Ich verteile die anderen Mädchen auf ihre jeweiligen Haustüren und wir eilen nach Hause. Das mit dem Kochen hat sich erledigt, die Zeit reicht gerade noch, um ein paar Reste zu essen, dann ist sie wieder weg.
Freitag, tolle Sache.


Das Kleinchen macht Mittagspause. Zeit für mich, um eine Kerze anzuzünden und alle meine Gedanken gen Norden zu schicken - heute ist die Beerdigung und sicher können alle dort ein paar gute Gedanken gebrauchen.
Aber ich habe ja versprochen, wieder zuversichtlich und optimistisch zu sein und daran 
versuche ich mich auch heute zu halten.....


Nachmittags hat das Kleinchen noch einen Termin beim Kinderarzt hinter den sieben Bergen zum Abhören. Da ich schon viele Jahre freiwillig kein Kinderarzt-Wartezimmer mehr betrete, nutzen wir (bzw. ich) die Wartezeit für einen kleinen Abstecher zum örtlichen Bäcker und hören dann zusammen ein Hörbuch im Auto. 
Lange dauert es aber nicht, bis wir gerufen werden.
Der Arzt ist erwartungsgemäß zufrieden, die Missi knistert zwar immer noch ordentlich, ist aber insgesamt 
deutlich auf dem aufsteigenden Ast.
"Drei Wochen Nordsee wären toll!" 
Wie gut, dass es uns im Sommer mit dem Wohnmobil tendenziell eh wieder ins Finstère zieht, wenn das Wetter mitspielt ;-)


Wieder zuhause widmet sich das Kleinchen seinem dicken Stapel Nacharbeit aus der Schule.
Eine Mathearbeit hat sie verpasst ("Kann ich eh alles!") und nächste Woche schreiben sie einen Aufsatz 
(Klar: "Kann ich eh!") und ein bißchen Üben könnte sicher auch nicht schaden.
Schon alleine, um es zu Lernen, dieses Lernen. 
Aber da kommt sie ganz nach ihrer Schwester, der in der Grundschule auch alles zufiel und die dann auf der weiterführenden Schule erst auf die ganz harte Tour lernen musste, dass man da nur noch "eh alles weiß", 
wenn man auch was dafür tut. Nun denn.
Ich freu mich schon drauf :-P 


Inzwischen sind die Große und der Mann auch zuhause und wir läuten das Woche mit einem feinen Tortellini-Salat ein, 
für den das Kleinchen sogar erstmals das Bett zum Essen verlässt.
Es geht aufwärts ;-)

10. Mai 2017

Kommunion-Kekserei

Etwas stand noch auf unserer Kommunion-Agenda, was ich noch gar nicht gezeigt habe.
Kleine Kekse, die das Kleinchen seinen Gästen fein verpackt neben den Teller legte -
ein Leckerli für den Heimweg quasi, wo wir doch den ganzen Tag fast nichts gegessen hatten *höhö*


Die Idee hatten wir bei Pinterest gefunden und farblich an die Tischdeko des Kleinchens angepasst.
Die scherte es nämlich kein bisschen, dass die Fischlein deswegen in rosa Wasser 
schwimmen mussten, pffft.
Kleingeistige Bedenkenträgerei!


Basis waren klassische Doppeldecker-Kekse.
Das Fondant haben wir ordentlich geknetet, dünn ausgerollt, mit einem Keksausstecher in Form gebracht, 
die Rückseite gaaaaanz minimal mit Wasser benetzt und auf den Keks gelegt.
Den Fisch ebenso - das Fondant an dieser Stelle ein wenig eingedrückt, Wasserhauch drauf, Fisch festgeklebt. Die Luftbläschen haben wir mit einem feuchten Schaschlik-Spieß vorgepikst und dann in jedes Loch eine Zuckerperle gedrückt.
Das hielt alles bombenfest und blieb auch schön knackig.
Eingepackt wurden die fertigen Schätzchen in kleine Pergamintütchen, so blieben sie auch schön frisch.


Wir haben die unseren dann abends ganz gechillt auf der Couch gegessen ;-)

Ganz gechillt gestaltet sich unser Leben im Übrigen auch jetzt gerade wieder.
Zumindest das von mir und dem Kleinchen - die liegt nämlich allen Ernstes schon wieder mit einer Lungenentzündung flach :( "Ein blöder Zufall" sei es, meinte der Kinderarzt, dass es sie schon wieder erwischt hat. Ich hoffe es sehr!
Sie pfeift genauso elend rum wie neulich, allerdings ist ihr Allgemeinzustand doch deutlich besser: 
Sie redet, isst und liest *g* Aufstehen geht allerdings gar nicht.
Wir versuchen also, uns es im Rahmen der Möglichkeiten nett zu machen.
Freundlicherweise ist es auch warm und sonnig genug, dass ich sie immer mal wieder ein Stündchen
 im Liegestuhl auf dem Balkon parken kann. 
Ein klarer Fortschritt zum Winter!
Aber ich wäre dann doch mal für Sommer und gesund und so.
Echt jetzt mal!

5. Mai 2017

Tagebuchbloggen? Nee. { 5. Mai 2017 }

"Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"
Frau Brüllen fragt das an jedem fünften Tag des Monats und wer mag, schreibt fleißig mit.
Die übrigen WMDEDGT?-Einträge findet Ihr ab 17 Uhr hier.

Ja, Tagebuchbloggen....
Das war der Plan für den heutigen Tag, so wie (fast) jeden Monat eben, eine liebgewonnene Tradition. Aber nun ist mir plötzlich leider so gar nicht nach Alltag heute, deswegen will ich Euch stattdessen lieber etwas erzählen - über das Internet, das manchmal so viel besser ist als sein Ruf und ganz erstaunliche Dinge bewirkt.
So begann nämlich mein Fünfter - indem ich das alles hier heute nacht um halb eins aufgeschrieben habe,
 in der Hoffnung, danach endlich schlafen zu können....

An anderer Stelle habe ich hier ja schon ab und an über meine "andere Ecke des Internets" geschrieben,
abseits der Blogger- und DIY-Szene.
Dort findet sich seit nunmehr bald 15 Jahren(!) beinahe täglich eine Gruppe von Frauen zusammen, die zu Beginn
unseres Kennenlernens eigentlich nur eines gemeinsam zu haben schien:
Wir alle erwarteten irgendwann im Laufe des Jahres 2003 ein Kind.
Die typische, panische, hormonverwirrte Schwangerenversammlung, auf der Suche nach Hilfe und Zuspruch. Das Internet war damals relativ neu und schick (und sah noch ziemlich rudimentär und lustig aus, so im Nachhinein) - und es eröffnete einem ungeahnte Informationsquellen, die wir alle nur zu gerne nutzten.

Wir bekamen unsere Kinder, die Zeit wurde weniger und trotzdem blieben wir zusammen und schrieben weiter - was für ein unschätzbarer Pool an Unterstützung und Verstärkung, wenn alle gerade irgendwie im selben Boot sitzen - mit ähnlichen Wehwehchen, schreienden Babys und zu wenig Schlaf ;-)

Im Laufe der Zeit lernten wir uns besser kennen, die Kinder wurden größer, wir hatten wieder ausreichend Schlaf, ein Leben außerhalb des Babyplüsch und auch das teilten wir miteinander.
Irgendwann wechselten wir unsere Online-Heimat und im Zuge dessen wurden aus anonymen Nicknames echte Namen, zu den Geschichten gab es plötzlich Gesichter und überhaupt viel mehr Bilder. Man wusste, wo die anderen wohnten, manche besuchten und besuchen einander, Familien fahren zusammen in Urlaub, und gar nicht wenige unserer Kinder sind ebenfalls Freunde geworden, folgen sich einander auf instagram oder zocken online zusammen Minecraft.
Wir haben sie alle großwerden sehen und festgestellt, dass nächtliche Wandertouren mit dem schreienden Säugling auf dem Arm vielleicht doch nicht die größten Herausforderungen waren, vor die einen die Kinder so stellen ;-)
Manche von uns haben inzwischen erwachsene Kinder, aber es ist auch noch gar nicht so lange her,
dass zuletzt ein Baby auf die Welt kam....

Wir sind fast 100 Frauen, ein kleines Dorf - nur dass wir im ganzen Land und sogar darüber hinaus verstreut leben. Unter uns gibt es Christen, Muslime und Heiden, es gibt dicke und dünne, kleine und große, arme und reiche, junge und nicht mehr ganz so junge Mütter, sie leben in ganz unterschiedlichen Beziehungen oder auch nicht, sie arbeiten oder auch nicht. Manche sind Bücher- und manche Serienjunkies, manche auch beides oder nichts davon.
Manche nehmen kein Blatt vor den Mund und andere drehen jedes Wort dreimal um, bevor sie vielleicht doch lieber nichts sagen. Jede hat ihr Päckchen zu tragen, sei es ein großes oder ein kleines.
Wir sind nicht immer einer Meinung, aber wenn es darauf ankommt, dann sind alle da und helfen, wo sie können.

Wir haben uns oft zusammen gefreut: über Schwangerschaften, durchschlafende Babys, neue Beziehungen oder Jobs, tolle Urlaubsbilder oder zuletzt gerade über die Konfirmationen vieler unserer Kinder. Wir haben vor dem Rechner gesessen und ganz tantenmäßig gedacht "Mensch, was sind die alle groß geworden!" Es gibt viele Gründe, sich gemeinsam zu freuen.
Wir haben auch schon oft zusammen gelitten: wegen schlimmen Krankheiten, verlorenen Jobs, gescheiterten Beziehungen oder der Ungerechtigkeit der Welt im Allgemeinen. Es gibt viele Gründe, gemeinsam zu leiden.
Aber immer haben es alle irgendwie wieder hinbekommen.

Wir haben auch schon getrauert, haben Männer und sogar Kinder gehen lassen müssen -
aber noch nie eine von uns.

Bis gestern.

Als der Scheixxdreckskrebs mal eben kurz auflachte und ein Leben so schnell beendete, dass noch nicht mal Zeit zum Verabschieden blieb. Wir hatten doch gerade erst in den "Kämpfen und Siegen"-Modus geschaltet.....

Das ist ein ziemlicher Einschnitt, und deswegen wird mein Tag heute nicht viel mehr sein als das:
Eine große Runde spazieren gehen, eine Kerze anzünden und mit meiner Familie möglichst schnell die Tür hinter mir schließen. Das muss für heute reichen.


Liebe Tanja, ich weiß, Du hast vom Beten nicht viel gehalten - dafür halte ich umso mehr davon und  bete heute einfach mal für Dich mit, schaden kann es ja nichts: Dass Du jetzt keine Schmerzen mehr haben musst. Dass das alles einen Sinn hat, auch wenn ich ihn gerade beim besten Willen nicht sehen kann. Dass Du von da oben immer noch so viel Lebensmut und Optimismus versprühen kannst, genug für Deinen Mann und Deine Tochter. Dass Du schützend über sie wachen kannst.
Dass es Dir gut geht und es schön dort ist, wo Du jetzt bist - wo auch immer das sein mag.
Du wirst es uns sicher nachsehen, dass wir heute alle traurig sind, auch wenn Dir das sicher nicht recht wäre.
Versprochen, ab morgen bemühen wir uns wieder um Zuversicht und Optimismus.
Mach's gut, Deine Plaudis werden Dich ganz sicher nicht vergessen....

Tja, auch das macht das Internet - dass Menschen zusammen leben und leiden, die sich sonst sicher im Leben nicht begegnet wären. Das Internet ist die Basis, die uns alle zusammenführt und -hält - und auch der Grund dafür, warum heute fast 100 Frauen irgendwo mit Tränen in den Augen vor dem Rechner sitzen und es hoffentlich schaffen, sich und der Familie Trost zu spenden, wenigstens ein bisschen.
Das Internet ist voller Hass und Hetze, aber es ist auch voller Liebe und Zuspruch - man muss nur ein wenig genauer hinschauen....

4. Mai 2017

Weiter geht's...

Der Babyboom um mich herum ebbt nicht ab (besser die als ich *g*)
deswegen geht auch die Klamöttchen-Produktion in der Kleinen Werkstatt 
ungebremst weiter...


Fast am allerliebsten nähe ich dabei ja Pucksäcke (viel lieber zum Beispiel als winzig kleine, frickelige Wickelbodies ;-) Schöne Muster kommen darauf wahnsinnig gut zur Geltung, sie sind schnell genäht, kuschelig und ungemein praktisch.
Kann man einfach immer gebrauchen und nie genug davon haben....
Der Schnitt ist ein Freebie von Frau Hahaell, den mag ich einfach am Allerliebsten!


Dieser hier ist schon verschenkt und wärmt den neuen Erdenbürger in diesen usselig-kalten Tagen hoffentlich gut, auch wenn ich ihn, im Hinblick auf die nahende Sommerzeit, nur aus zwei leichten Jerseyschichten genäht habe. 
Und die nächsten sind schon in Arbeit, hurra!

2. Mai 2017

Ein dickes Dankeschön an den Wettergott

... das muss man an dieser Stelle mal ganz explizit aussprechen, denn das Kleinchen und ihre Freunde
 hatten am Sonntag wirklich fantastisches Wetter zur Erstkommunion - eine kleine Schönwetterinsel 
mitten in der trüben Suppe der letzten Tage ;-)

Überhaupt war es ein wahnsinnig schöner, stimmiger Tag - "Solche Tage sind ein Geschenk", sagte eine Freundin 
aus der anderen Ecke des Internets heute und damit hat sie definitiv recht.
Ein Geschenk, das ich immer im Herzen tragen werde und ich glaube, dem Kleinchen geht es ähnlich.....


Eines nachts hatte ich einen Traum.
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigenen und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.
Besorgt fragte ich den Herrn: "Als ich anfing, Dir nachzufolgen, da hast Du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast Du mich allein gelassen, als ich Dich am meisten brauchte?"
Da antwortete er: "Mein liebes Kind, ich liebe Dich und werde Dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo Du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich Dich getragen."


Danke.
Einfach nur danke.
Dafür, dass es so ist, wie es ist ♥

Und die restlichen Dekogeschichten, die zeige ich Euch dann noch in den nächsten Tagen.
Die nächste Erstkommunion kommt ja bestimmt - wenn auch nicht mehr für uns *sentimentalseufz*
Ich hätte durchaus noch gerne das eine oder andere weitere Kind auf diesem Weg begleitet...

28. April 2017

Freitags-Favoriten VIII

Jede Woche finde ich beim Stöbern im Internet interessante Dinge - was mich im Laufe der Woche
 beschäftigt, geärgert oder begeistert hat, will ich freitags mit Euch teilen und es gleichzeitig für mich bewahren.
Thematisch gibt es keinen roten Faden und die Links dürfen auch durchaus mal ein wenig abgelagert sein. 

Meine Freitags-Favoriten - heute unter anderem über Filterbubbles, Mamablogs
und Erdansichten.


In diesem Zusammenhang muss ich auch wirklich jedem, der sie noch nicht kennt, die Familientweets der Woche von Christian Hanne ans Herz legen. Einer der vielen Gründe, warum ich mich immer auf Freitag freue...

Bloggende Mütter waren in dieser Woche ein großer Aufreger in meiner Filterbubble.
Ich gebe zu, bei mir hat es nur zu einem genervten Augenrollen gereicht.
Mit das Schönste, was dabei herauskam, war aber diese Sammlung durchaus politischer Mamablogs.
Die meisten kannte ich, aber es waren auch noch neue dabei und das freut mich immer :-)

Kennt Ihr das?
Man hört zum ersten Mal im Leben von etwas, in diesem Fall einem Essen, und plötzlich stolpert man ständig darüber! Mir ging es so mit Shakshuka - neulich zum ersten Mal gesehen, als Hans Neuner es in "Kitchen Impossible" in einer israelischen Straßenküche nachkochen musste. 
Und seither sicher zehnmal über das Rezept gestolpert.
Und jetzt probiere ich es auch endlich mal aus - allerdings nach dem Rezept von Dr.Shakshuka :-)

Faszinierend!

Ich wünsche Euch ein wunderbares, langes Wochenende 
Übermorgen ist des Kleinchens großer Tag und ich freue mich wie Bolle darauf...
Und danach noch ein Feiertag zum Regenerieren, was für ein tolles Timing ;-)

27. April 2017

Neues iPad - neue Verpackung {Taschen Sew-Along}

Eh klar, oder?
Ist ja fast das Schönste an so einer Neuanschaffung ;-)


Dass es für mich ein Vintagestöffchen sein musste, war gesetzt und in frischen Frühlingsfarben habe ich zum Glück eine breite Auswahl ;-) Hier ging es aber noch einfacher, denn Stoff und Appli sind ein Upcycling von einem Wickelrock, 
der langsam etwas fadenscheinig wurde.
Das Stückchen hier war aber noch top in Schuss...


Das April-Thema des Taschen Sew-Along kam mir ganz gelegen - ich hatte es mangels Zeit eigentlich schon 
im Vorfeld abgehakt, aber so eine Hülle ist ja nun wirklich schnell genäht und 
das Thema lautet "Mit Knopf" - wie passend :-)


Ursprünglich hatte ich nur eine Gummischlaufe dazu geplant, aber kurz vor knapp entschied ich mich doch noch für eine Klappe. Der Knopf ist ein Flohmarktfund und sicher so alt wie ich - passt also gut zum Stoff ;-)
Farblich wundersamerweise auch, obwohl ich sehr, sehr viel Zeit (ok, die längste im ganzen Nähprozess..) 
damit verbracht habe, abwechselnd Knöpfe in grün und lila auf dem Stoff hin- und herzuschieben.
Der gelbe war und blieb einfach mit Abstand der beste.


So, jetzt schicke ich das Schätzchen schnell rüber in die Sammlung vom Taschen Sew-Along, hier bei greenfietsen oder
 hier bei 4Freizeiten (die Sammlung ist dieselbe), bevor der April schon wieder vorbei ist *huch*
Und rüber in den großen RUMS-Pool darf es natürlich auch ♥